RADON-ABSAUGEN.eu

Radonsauger, Radonturbinen

Radon (Rn) ist ein radioaktives, farb- und geruchloses Edelgas, das überall im Erdreich aus Uran-haltigen Gesteinen und Böden durch radioaktiven Zerfall entsteht. Als mobiles Gas dringt es mittels Konvektion aus dem Untergrund in Gebäude ein und gefährdet die Gesundheit der Bewohner und Nutzer. Radon löst Lungenkrebs aus.



INFOBOX: Radon (Rn) entsteht als radioaktives Zerfallsprodukt des natürlichen (ebenfalls radioaktiven) Elementes Radium (Ra) in fast allen Böden und Gesteinen. Es ist chemisch gesehen ein radioaktives Edelgas. Radon ist gasförmig und deshalb besonders mobil. Es tritt aus den Erdböden in die freie Atmosphäre (Außenluft) aus und dringt durch diese Beweglichkeit somit auch in Gebäude ein.

Radonfreier Keller nach Radonsanierung

Altes Kellergewölbe mit Radon-Risiko

Quelle: fotolia und www.binker.eu

Flagge der WHO

Metapher - Radon im Blick

Die WHO plädiert für 100 Bq/m3. Weitere Sachverständige sind sogar für einen noch niedrigeren Referenzwerte. Hauptursache einer erhöhten Radon-Konzentration in Gebäuden ist der konvektive Eintritt des Radongases aus dem Baugrund in die Gebäude. Das Einströmen erfolgt überwiegend über die Gründung/Bodenplatte und Keller, vor allem wenn es sich um Streifenfundamente handelt.

Riss in der Bodenplatte als möglicher Radoneintrittspfad

Durch Risse in der Mauer kann Radon eindringen

Quelle: fotolia und www.radonfachperson.org

Radon kann über alle erdberührten Gebäudeflächen, wie Fundamente und Kellerwände, eindringen oder aber auch über hangberührte Wände. „Gebäude-Schadstellen“, ungenügende (Feuchte-) Abdichtungen, Fugen, Spalten, Schlitze und Risse sind bevorzugte Radon-Eintrittswege bzw. Radon-Eintrittspfade. Radon tritt mittels Konvektion als sehr mobiles Gas ein.

Illustration - Eintrittspfade für Radon

Sanierter Kelleraufgang

Auch Schächte, Kamine, Hohlräume und „luftdurchlässige“ (=poröse) Materialien in Wänden, die eine Verbindung zum Gebäudeuntergrund haben, begünstigen den Eintritt des Radons. Sie sorgen somit auch für eine weitere Ausbreitung des Radons innerhalb des Hauses.

Alter Gewölbekeller

modernes Bürogebäude

Quelle: siehe Impressum - Bildquellen

Besonders offene Treppenhäuser sind negativ zu bewerten, denn dadurch gelangt Radon schnell vom Keller bis in die Obergeschoße. Auch Baumaterialien selbst können Radon in die Raumluft „abgeben“ bzw. exhalieren (Flossenbürger Granit, Schlacken, Bimsstein, Schiefer etc.). Selbst energetische Sanierungen tragen oftmals durch verbesserte Gebäudedichtigkeiten zu erhöhten Radonkonzentrationen bei.

Bei der Radonsanierung wird die Radonaktivitätskonzentration in Ihrem Gebäude durch technische Maßnahmen soweit gesenkt wie möglich oder wie wirtschaftlich vertretbar, um das Gesundheitsrisiko deutlich zu reduzieren.

Technische Maßnahmen sind z.B.

  • Einbau von Belüftungsanlagen, Fensterfalzlüfter
  • Abdichtungen von Radon-Eintrittspfaden, wie Risse und Fugen
  • Einbau von internen Radonbrunnen
  • Installation eines externen Radonbrunnen
  • Installation von Unterbodenabsaugungen
  • Radonsaugereinsatz, Einsatz von Radonturbinen mit Wasserabscheidern
  • Überdruckmethode, Inverser Radonsaugereinsatz

Abgedichtete Leitungsdurchführung

Radonturbine

Quelle: binker.eu

Radonsauger: Dabei handelt es sich um Ventilatoren, die speziell für die Radonsanierung entwickelt wurden. Sie sind langlaufstabil, stromverbrauchsarm und leise.
Radonturbine: Das sind moderne Absauganlagen oder Seitenkanalverdichter, die effektiv die Radon-haltige Bodenluft unter der Gebäude-Bodenplatte absaugen, so dass Radon kaum mehr ins Gebäude konvektiv eindringen kann.